ZO, „Es war eine Zitterpartie“

Skilift Dicki in Weisslingen

«Es war eine Zitterpartie»

Im Winter 2015 stieg zuerst der Motor aus, Anfang letztes Jahr musste die Steuerung des Weisslinger Skilifts Dicki ersetzt werden. Inzwischen läuft die Anlage wieder tadellos, wie Betreiber Samuel Nägeli sagt.

Wie liefen die letzten Tage für den Skilift Dicki?

Samuel Nägeli: Sehr gut. Es kamen wahnsinnig viele Leute. Die Kinder warten immer auf den ersten Schnee, und die neue Steuerung läuft einwandfrei.

Im Mitteilungsblatt schrieben Sie, dass die Steuerung vor der Inbetriebnahme des Skilifts zertifiziert werden muss. Ist dies bereits geschehen?

Nein. Die Firma, die den Skilift gebaut hat, hat uns gesagt, dass wir den Lift in dieser Saison noch ohne Zertifikat laufen lassen können. Es war eine Zitterpartie bis zu diesem Entscheid.

Wieso?

Wir wussten lange nicht, ob wir es schaffen. Drei Parteien waren involviert: die Hersteller-Firma, das Unternehmen, welches die Steuerung eingebaut hat, und die Kontrollstelle IKSS, welche die alte Steuerung beanstandet hat. Die Korrespondenz gestaltete sich langwierig, dazwischen herrschten oft lange Funkstillen.

Wann erfolgt die Abnahme?

Ende dieser Skisaison. Ich bin zuversichtlich, dass die Steuerung ohne Probleme zertifiziert wird. Allerdings gibt es bereits wieder neue Vorschriften, und wir müssen bis zur Kontrolle ein zusätzliches Relais für die Sicherheit einbauen. Dabei ist die aktuelle Steuerung erst eineinhalbjährig.

Wie kommen Sie für die Kosten auf?

Den neuen Motor und die neue Steuerung konnten wir dank Spenden aus dem Dorf finanzieren. Das zusätzliche Relais und die Zertifizierung kosten etwa 2000, die Abnahme durch die IKSS etwa 1000 Franken. Wir haben eine kleine Reserve vom letzten Winter. Mit einer guten Saison sollte es gerade reichen.

Link zum Bericht auf züriost.ch 

von Fabian Senn  Uhr, Quelle: Zürcher Oberland Medien AG